Ich mag und esse gerne Fleisch. Alle, die mich halbwegs kennen, wissen das auch und ich lass es sie auch oft genug wissen. Am Liebsten mag ich medium gebratene Rumpsteaks oder große, saftige, ungesunde Burger auch mal in FastFood-Restaurants und Geflügel, gegrillt. Fleisch steht immer auf der Einkaufsliste und ist ein wichtiger Bestandteil, wenn ich koche. Trotzdem verwende ich auch viel Gemüse in den Rezepten, esse gerne Obst und achte darauf, nicht zu oft in der Woche Fleisch zu konsumieren.
Die christliche Fastenzeit, die am vergangenen Mittwoch (9.03.) begann, nehme ich mir nun als persönliche Zäsur und Zeitabschnitt, in dem ich das Experiment wagen und gar kein Fleisch mehr essen möchte. Das bedeutet, die nächsten 3 1/2 Wochen kein Fleisch mehr. Weder auf dem Brot, noch auf den Nudeln oder gar alleine. Gar keines eben.
Das tue ich nicht aus religiöser Überzeugung, sondern, weil ich ausprobieren möchte, ob sich an mir etwas dadurch verändert (psychisch/physisch) oder ich gar von einem “neuen Lebensgefühl” begeistert werde, von dem ja so manche Vegetarierin, so mancher Vegetarier immer erzählt. In den letzten Tagen ist zumindest nichts in diese Richtung passiert. Vorhin hatte ich nämlich den aktuellen Prospekt eines Supermarktes in der Hand, in dem für verschiedene Steaks geworben wird und nahm mir daraufhin vor, mir zum Abschluss meiner Fleisch-Fastenzeit ein leckeres Rinder-Filetsteak zu gönnen. Momentan also mehr Vorfreude auf Fleisch als Dauer-Vegetarier.
Die ersten Tage sind aber umso spannender verlaufen. Zum Beispiel habe ich mich letztens beim Einkaufen gefragt, was ich denn nun eigentlich essen soll, wenn ich kein Tofu essen möchte und kein Fleisch essen darf. Die Folge war, dass ich mehr frisches Gemüse, mehr Nudeln und eine Packung vegetarische Nuggets (davor habe ich etwas Angst!) gekauft habe und letztens im Jugendzentrum, in dem ich ehrenamtlich arbeite, eine Pizza mit Oliven, Artischocken und Champignons statt Schnitzel bestellt habe, gestern Abend Tortellini mit Käse-Füllung in Tomaten-Ricotta-Soße gekocht und geschwenkt habe, heute Morgen frisches Ciabatta-Brot mit Frischkäse bestrichen und jungem Gouda-Käse belegt und gegessen und bisher zu guter Letzt vorhin frischen Brokkoli und Eisbergsalat mit Oliven und Naturjoghurt zu einem abendlichen Salat-Snack verarbeitet habe. Ich bin gespannt, ob mir nach den vegetarischen Nuggets, den Gnocchi und Zucchini weitere fleischlose Rezepte einfallen, mit denen ich mir die verbleibenden Wochen meinen Magen füllen kann. Das sollte ich eigentlich hinkriegen.
Wenn ihr etwas wisst, dass ich unbedingt ausprobieren muss, lasst es mich wissen. Im Gegenzug dafür lasse ich euch bald wieder an meinem Fleischlos-Experiment teilhaben.
Bis dahin, mit fleischlosen Grüßen.








..find ich ganz fein Tani! :’> Aber ich mag die Nuggets total gerne; es gibt auch vegetarische Schnitzel die super schmecken. Vielleicht findest du dafür ja noch Zeit in den nächsten Tagen/Wochen. :*
Love,
Sandri
Die Schnitzel gibts (glaub ich) in Gelsenkirchen nur bei REWE Filialen. Oder kennt da noch wer eine Bezugsquelle?
[...] ich hier erzählt habe, ernähre ich mich seit dem 9. März fleischlos, verzichte also auf Fleisch und Fisch [...]